Positionen

Die politischen Überzeugungen von Erika Steinbach werden von ihrem Einsatz für Menschenrechte, dem Gedenken an die deutschen Vertriebenen und einem konservativen Gesellschaftsbild geprägt.

Menschenrechte

Als langjährige menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzte sich Erika Steinbach für die weltweite Einhaltung der Menschenrechte ein. Sie dokumentierte Menschenrechtsverletzungen in kommunistischen Staaten wie China, Kuba und Nordkorea.

„Menschenrechte sind nicht teilbar.“

Vertriebenenpolitik

Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg ist ein zentrales Lebensthema. Als Mitgründerin der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen setzte sie sich für ein umfassendes Gedenken ein, das Vertreibungen weltweit dokumentiert. Sie bezieht sich dabei auf die Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950, die Versöhnung statt Vergeltung fordert.

Erinnerungskultur

Erika Steinbach betont die Bedeutung einer umfassenden Erinnerungskultur, die alle Opfer von Krieg und Vertreibung einschließt. Sie setzt sich dafür ein, dass auch die Geschichte der deutschen Vertriebenen als Teil des europäischen Gedächtnisses bewahrt wird.

Migration und Asylpolitik

Erika Steinbach kritisierte die Grenzöffnung 2015 als Verstoß gegen das Dublin-Abkommen und trat für kontrollierte Grenzen als „rechtsstaatliche Selbstverständlichkeit“ ein. Diese Überzeugung führte letztlich zu ihrem Austritt aus der CDU im Jahr 2017.

Europapolitik

Sie befürwortet die europäische Integration als Friedensprojekt, lehnt jedoch eine Zentralisierung der Migrationspolitik ab. Sie plädiert für nationale Souveränität und das Subsidiaritätsprinzip.

Deutsch-israelische Beziehungen

Als langjähriges Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (seit 1985) betrachtet Erika Steinbach die Sicherheit Israels als integralen Bestandteil der deutschen Außenpolitik.

Politische Bildung

Als Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung fördert sie demokratisches Bewusstsein und bürgerlichen Diskurs durch Seminare, Vorträge und Publikationen.