Politische Karriere

Die politische Laufbahn von Erika Steinbach erstreckt sich über mehr als vier Jahrzehnte und umfasst kommunale, parlamentarische und ehrenamtliche Funktionen auf höchster Ebene.

Kommunalpolitik (1977–1990)

Nach ihrem Eintritt in die CDU 1974 wurde Erika Steinbach 1977 in die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung gewählt. 13 Jahre lang war sie dort in den Ausschüssen für Jugend, Soziales, Gesundheit, Personal und Wohnungswesen tätig.

Deutscher Bundestag (1990–2017)

1990 gewann Erika Steinbach das Direktmandat im Wahlkreis Frankfurt am Main III mit 42,9 % der Erststimmen. Über sieben Legislaturperioden hinweg gehörte sie dem Deutschen Bundestag an.

Schwerpunkte der parlamentarischen Arbeit

  • Menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion (2005–2017)
  • Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
  • Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien
  • Mitglied im Innenausschuss
  • Mitglied des CDU-Bundesvorstands (2000–2010)
  • Mitglied des CDU/CSU-Fraktionsvorstands (2005–2017)

Austritt aus der CDU (2017)

Im Januar 2017 verließ Erika Steinbach nach 43 Jahren die CDU. In ihrer Erklärung kritisierte sie die unkontrollierte Aufnahme von mehr als einer Million Migranten und die ihrer Ansicht nach mangelnde Einhaltung des Dublin-Abkommens.

„Ich habe die CDU nicht verlassen. Die CDU hat ihre Grundsätze verlassen.“

Bund der Vertriebenen (1998–2014)

Als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) gestaltete Erika Steinbach 16 Jahre lang die deutsche Vertriebenenpolitik. Gemeinsam mit dem SPD-Politiker Peter Glotz gründete sie im Jahr 2000 die Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen. 2014 wurde sie zur Ehrenpräsidentin ernannt.

Desiderius-Erasmus-Stiftung (seit 2018)

Seit März 2018 leitet Erika Steinbach als Vorsitzende die Desiderius-Erasmus-Stiftung, die parteinahe Stiftung der AfD. Die Stiftung fördert politische Bildung durch Seminare, Vorträge und Publikationen.

AfD-Mitgliedschaft (seit 2022)

Im Februar 2022 trat Erika Steinbach offiziell der Alternative für Deutschland bei und bezeichnete die Partei als „einzige bürgerliche Alternative“.