Erika Steinbach

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„Erschreckend bewußt geworden“

Nach 42 Jahren tritt Erika Steinbach enttäuscht aus der CDU aus. Die mediale Aufmerksamkeit war groß. Ihre Bilanz ist bitter

Nach 42 Jahren tritt Erika Steinbach enttäuscht aus der CDU aus. Die mediale Aufmerksamkeit war groß. Ihre Bilanz ist bitter

Frau Steinbach, in welche CDU sind Sie 1974 eingetreten und aus welcher CDU sind Sie 2017 ausgetreten?

Erika Steinbach: Eingetreten bin ich in die hessische CDU, als Alfred Dregger deren Landesvorsitzender war. Es war insbesondere das politische Fundament mit der Trias aus christlich-sozialem, liberalem und des wertkonservativen Politikansatzes, das mich zu diesem Entschluß brachte. Keine andere Partei hatte das zu bieten. Und keine andere Partei machte so deutlich, daß der Rechtsstaat, die Umsetzung des Rechts im Staate, eine elementare Grundlage unserer Demokratie ist. Ausgetreten bin ich jetzt aus einer CDU, die Überzeugungen und Lösungen über Bord wirft, wenn der Wind sich dreht: Wehrpflicht, Energiesicherheit, Innere und Äußere Sicherheit, solide Wirtschaft in der EU. Seit der Regierungsübernahme 2005 durch Bundeskanzlerin Merkel hat sich das politische Agieren der CDU im Laufe der Jahre beunruhigend verändert.

Sie beschreiben in der „Welt am Sonntag“, in der Sie Ihren Austritt bekanntgegeben haben, das Konservative in der CDU als marginalisiert und stigmatisiert.

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